Meeresschildkröten

 
 

Die Gruppe der Meeresschildkröten umfasst insgesamt sechs Arten, die eine Reihe gemeinsamer Merkmale tragen. Ihre Extremitäten sind zu grossen Paddeln umgestaltet, aus denen nur je eine oder zwei Krallen herausragen.

Das gleichzeitige Eiablegen vieler Weibchen und das zeitgleiche Schlüpfen grosser Mengen an Tieren sorgen dafür, dass Nesträuber gewöhnlich satt sind, bevor allzu grosser Schaden angerichtet ist, sodass mehr Jungtiere überleben. Weitere Feinde warten auf dem Weg der Schlüpflinge zum Meer, vor allem Möwen und Rabenvögel.

Schlüpflinge en masse am Meeresstrand

Bild: frager_pixelio.de

Krabben, wie auf dem Bild unten zu sehen, haben eine besondere Methode entwickelt, sich ihrer Beute zu bemächtigen. Sie drehen mit einem kräftigen Schubs ihrer Scheren die kleinen Schildkrötchen auf den Rücken und hindern diese so daran zu fliehen.

Krabbe (links unten im Bild) beim typischen „Schlüpflings-Wenden“

Bild: korneloni_pixelio.de

Eine weitere natürliche Bedrohung für die Nester sind heftige Stürme, die in den tropischen Gegenden oft ganze Strände verwüsten.

Der Mensch bedroht Meeresschildkröten, auch ungewollt, durch Strassen, Städte und andere Lichtquellen. Da sich die gerade geschlüpften Tiere natürlicherweise am Mondlicht orientieren, um instinktiv den Weg zurück ins Meer zu finden, werden sie durch künstliche Lichtquellen irritiert, verirren sich und verenden schliesslich.

Alle Meeresschildkröten sind in ihrem Bestand vom Aussterben bedroht. Die Bedrohung geht dabei ausschliesslich vom Menschen aus, der sie aufgrund ihres Fleisches, der Eier und ihrer Panzer seit Jahrhunderten jagt. Sogar Taucher gefährden mitunter ausgewachsene Meeresschildkröten, denn fühlen Letztere sich beim Auftauchen zum Luftholen gestört (indem sie z.B. angefasst oder touchiert werden), tauchen sie wieder ab und ersticken schliesslich.

Text: korneloni_pixelio.de; www.pixelio.de

< Zurück

 

Schützenswerte, arg bedrängte Überlebens-Künstler

© 3/2014 - Ch. Sigrist